Kurzanalyse
Ach die „Alpensinfonie“. So oft aufgenommen, so gut geeignet, ein Orchester bei Laune zu halten. Hier spielt das Finnish Radio Symphony Orchestra unter Nicholas Collon in einer äußerst beschwingten Version. Das Ensemble handelt sehr beweglich und agil, spielt frisch die Themenwechsel zwischen den Instrumentengruppen. Bläser und hohe Streicher haben dabei keine Scheu vor hohen Frequenzen, und auch die etwas martialischer angelegten Partien wirken noch freundlich und hoffnungsvoll. Man möchte meinen, dass die Intentionen des anscheinend oft mit einem Augenzwinkern komponierenden Strauss hier im besten Sinne getroffen wurden. Die berühmt-besondere Instrumentierung wird sehr organisch in den Vortrag eingewoben und wirkt nicht wie ein exotisches Fremdelement. Durch diese Leichtigkeit in der Herangehensweise erscheinen die berühmten Melodien auf fröhliche Weise berührend, anstatt pathetisch.
Am Anfang des Albums stehen noch vier Strauss-Lieder, die von der Sopranistin Louise Alder mit viel Volumen und Macht in der Stimme als perfekt mit dem Orchester balancierte Solostimme gesungen werden.
In einem Satz
Dieses Album bringt uns Großsymphonik ohne Pathos, sondern mit frischer Freundlichkeit.
Fakten
Album:
Richard Strauss – Eine Alpensinfonie
Mitwirkende:
Louise Alder – Sopran
Finnish Radio Symphony Orchestra & Nicholas Collon
Werke:
R. Strauss: Eine Alpensinfonie, Op. 64, TrV 233
4 Lieder, Op. 27, TrV 170
Label:
Ondine


