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Einfach Klassik.

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Klavierstandard

Klaviermusik der Spätromantik

Klaviermusik der Spätromantik. Sie gehört hier mit dazu. Auch wenn es dabei wieder einige Gassenhauer gibt, so gehe ich auch genau diesen entgegen. Claire de lune traut man sich ja gar nicht zu erwähnen ohne dass viele die Hände über dem Kopf zusammen schlagen. Aber bei unvoreingenommenem Hören ist es ein so wunderbares Stück Musik. Und genau dieses Zurückgehen zu unvoreingenommenem Hören möchte ich mir ermöglichen um Schönheit finden zu können. Debussy und Sibelius sind ja strapazierte Komponisten. Tatsächlich sind es aber nur wenige ihrer Werke die diesen hohen Bekanntheitsgrad haben und es gibt dazwischen viel Neues zu entdecken. Zum Beispiel der Children’s Corner Zyklus von Claude Debussy enthält mit Serenade for the Doll oder Golliwog’s Cakewalk einige besonders eingängige Stücke, aber auch Andere die wir noch etwas öfter hören könnten. Ähnlich ist es bei den Liedern ohne Worte von Felix Mendelssohn Bartholdy. Da haben wir die bekannten Stücke wie das Jägerlied, das Spinnerlied oder die Gondellieder. Aber die Sammlungen enthalten noch sehr viele selten gespielte Stücke.
Alle diese Werke sind beruhigend und entspannend, auch wenn sie ab und an mit leicht widersprüchlicherer Harmonik aufwarten als frühere Epochen. Manchmal mag man vielleicht auch über kurzzeitige Akkordverstrickungen hinweghören – wenn es denn sein muss.
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Dieser Artikel beschäftigt sich jedoch nicht nur mit den Werken, sondern auch mit einer Pianistin: Kyoko Tabe. Sie spielt für mich diese Musik konkurrenzlos schön. Daher gibt es gibt es diesmal ausnahmsweise auch keine Alternativbeispiele. Die vorgeschlagenen Stücke wurden zu Hauf von allen namhaften Pianisten aufgenommen, so dass sich jeder leicht selbst auf die Suche nach Alternativen machen kann. Tabe beantwortet für mich alle Fragen zur Ausführung dieser Werke. Sie bringt zu jeder Zeit die in der Musik steckende Weichheit und Tiefe zum Ausdruck. Pointierung spielt sie dann wenn sie angezeigt ist und der Musik nützt, macht sie aber nicht zum Selbstzweck. Manch andere Interpretation – gerade bei Werken von Debussy – scheint mir in Details manchmal etwas affektiert, was mir unsympathisch ist. Kyoko Tabe gibt durch ihr abgerundetes und balanciertes Spiel ein perfektes Beispiel für die grundsolide Ausführung dieser Musik.
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Icon Autor lg
Stefan Pillhofer ist gelernter Toningenieur und hat viel Zeit seines Lebens in Tonstudios verbracht. Er hat viel Hörerfahrung mit klassischer und Neuer Musik gesammelt und liebt es genau hinzuhören. In den letzten Jahren hat sich die Neue und zeitgenössische Musik zu einem seiner Schwerpunkte entwickelt und er ist stets auf der Suche nach neuen Komponist*innen und Werken. Stefan betreibt das Online-Magazin Orchestergraben, in dem er in gemischten Themen über klassische Musik schreibt. Darüberhinaus ist er auch als Konzertrezensent für Bachtrack tätig.
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