Einfach Klassik.

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June 2020 – Neue Neue Musik Playlist

So bunt wie das Cover sind auch die Besetzungen in dieser Ausgabe der Playlist. Da gibt es Chormusik, Blechbläserensemble, Klavier solo und Ensemblemusik. Und fast alle Stücke haben sich gleich bei mir eindeutig für die Playlist qualifiziert. Dies verhindert auch ein übergeordnetes Thema für die Playlist. Dafür ist das zu spielende Programm einfach nicht homogen genug.

Die Tracks

“Avian Capriccio” wurde vom Axiom Brass Quintet bei der Komponistin Augusta Read Thomas in Auftrag gegeben. Read Thomas hat schon immer sehr bewegt komponiert, und ihre Musik immer auch in Bewegung umgesetzt. Daher können die drei Sätze des Werkes flexibel einzeln, in anderer Reihenfolge oder insgesamt gespielt werden, und die Kombination mit Tanz wird empfohlen. Wir hören den zweiten Satz: “Swans”.

“Chambers Music” ist ein neues Album mit Kammermusik von Kalevi Aho, der vor allem mit seiner Orchestermusik weltberühmt wurde. Das Stück “Halle” (Frost) wird gespielt von Jaakko Kuusisto an der Violine und der Aho-Spezialistin und Pianistin Sonja Fräki. 

Die Komponistin Abbie Betinis ist vor allem für ihre Chormusik bekannt, und wird dafür sehr geschätzt. So nimmt auch der bekannte Choir of Merton College ein Stück von ihr in sein neues Album “Sleeper’s Prayer: Choral Music from North America” auf. Das Stück “Cedit, Hyms” beschreibt in einem leisen Beginn die Verwirrung der Welt um dann immer intensiver zu werden, wodurch die Kälte in der Welt verdrängt und durch Liebe ersetzt werden soll.

Die Rihm-Schülerin Naomi Pinnock orientierte sich für das Stück “Lines and Spaces” an der einfachen Maltechnik von Agnes Martin. Sie zeigt was alles mit Linien und Zwischenräumen geschaffen werden kann. Das Stück spielt der Pianist Richard Uttley, der ebenfalls viel Erfahrung mit der Aufführung von Neuer Musik hat.

In “Verbinden und Abwenden” beschäftigt sich die Komponistin Zeynep Gedizlioğlu mit der Gegenüberstellung von Individuum und Kollektiv. Bei dem dreiaktigen Stück für Ensemble und Orchester, wird das Ensemble in solistischer Weise als Fremdkörper mitten im Orchester platziert. Für die Playlist habe ich den ersten Akt ausgewählt.

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Stefan Pillhofer ist gelernter Toningenieur und hat viel Zeit seines Lebens in Tonstudios verbracht. Er hat viel Hörerfahrung mit klassischer und Neuer Musik gesammelt und liebt es genau hinzuhören. In den letzten Jahren hat sich die Neue und zeitgenössische Musik zu einem seiner Schwerpunkte entwickelt und er ist stets auf der Suche nach neuen Komponist*innen und Werken. Stefan betreibt den Orchestergraben-Blog, wo er in gemischten Themen über klassische Musik schreibt. Darüberhinaus ist er auch als Konzertrezensent für Bachtrack tätig.
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