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Einfach Klassik.

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3 Lieblingsstücke von … Marie-Luise Dingler, The Twiolins

Profimusiker*Innen sind Hochleistungsakteure. Jede Woche mehrere große Werke auf höchstem Niveau und Perfektion anbieten zu können, erfordert extrem viel Disziplin, Ausdauer, Organisation und vieles mehr. Und doch ist es ja die Liebe zur Musik, die sie antreibt. In der neuen Artikelreihe „3 Lieblingsstücke von…“ beschreiben (Orchester-)Musiker*Innen kurz die drei Stücke, die sie selbst im Konzert am liebsten spielen, auf die sie sich im anstrengenden Konzertalltag als persönliche Highlights freuen.

3 Lieblingsstücke von ... Marie-Luise Dingler
Marie-Luise Dingler, Foto von Christoph Asmus

Den Anfang machen nun 3 Lieblingsstücke von … Marie-Luise Dingler, die zusammen mit ihrem Bruder Christoph Dingler das Violinduo „The Twiolins“ betreibt. Über den Progressive Classical Music Award des Duos habe ich bereits berichtet. Dort spielen und prämieren die Geschwister extra für sie komponierte, neue klassische Musik, die danach auch als Aufnahme erscheint. Hier verrät euch Marie nun ihre 3 Lieblingsstücke, auf deren Vortrag sie sich immer ganz besonders freut.

Spring Fling, Doppelkonzert für zwei Violinen und Kammerorchester, zweiter Satz Rondesvouz

Dieses Doppelkonzert wurde von Benedikt Brydern direkt für uns komponiert und ich liebe es sehr. Besonders der zweite Satz kommuniziert so eine Stimmung, die an Sommerhitze in einer Großstadt erinnert, vielleicht hat man auch gerade ein Date an so einem Abend, es ist alles sehr süß. Die beiden Geigen klingen in dieser Komposition einfach fantastisch zusammen. Leider eins der most-underrated-pieces von uns auf YouTube:

 

Fantasia von Jürgen Christ

Das Stück hat den zweiten Preis bei unserem Progressive Classical Music Award gewonnen und ich finde diese zarte Melodie mit der rhythmischen Begleitung so wunderbar. Noch haben wir dieses Stück nicht im Konzert gespielt (nur beim Awardkonzert, Anm. d. Red.), aber ich freue mich schon jetzt darauf.

Gemini von Benedikt Brydern

Dieses Werk beschreibt das Sternbild der Zwillinge. Wenn wir(ich) es spielen, komme ich in eine so tiefe Meditation, ich spüre fast die Verbindung zum Kosmos oder Universum, das ist einfach wunderbar. In der Mitte steigert sich das Werk pulsierend zu einem Höhepunkt, da spürt man diese starke Sehnsucht nach universeller Verbindung.

Icon Autor lg
Stefan Pillhofer ist gelernter Toningenieur und hat viel Zeit seines Lebens in Tonstudios verbracht. Er hat viel Hörerfahrung mit klassischer und Neuer Musik gesammelt und liebt es genau hinzuhören. In den letzten Jahren hat sich die Neue und zeitgenössische Musik zu einem seiner Schwerpunkte entwickelt und er ist stets auf der Suche nach neuen Komponist*innen und Werken. Stefan betreibt den Orchestergraben-Blog, wo er in gemischten Themen über klassische Musik schreibt. Darüberhinaus ist er auch als Konzertrezensent für Bachtrack tätig.
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